Fenster lüften: Lüftungsmöglichkeiten, die Schimmel keine Chance lassen

Zwei Dinge sollte ein Fenster immer in den Wohnraum lassen – Licht und Luft. Letzteres gestaltet sich besonders bei modernen Fenstern als Problem.

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Warum lüften?

Die optimierten Fenster sind sehr dicht und lassen keine Luft mehr über Fugen, Ritzen o.Ä. in den Raum. Schimmelansiedlungen, Schäden an Bausubstanz und die Gefährdung Ihrer Gesundheit sind die Folgen. Zudem können Geräte gesundheitsschädliche Stoffe in die Luft abgeben, die zur Gesundheitsgefährdung beitragen. Durch mangelnde Belüftung reichern sich auch andere Ausscheidungen in der Luft an, wie z.B. menschlicher Schweiß oder Viren.

Richtiges Lüften und entsprechende Lüftungssysteme sowie Vorrichtungen wissen das zu verhindern.

Sind Sie gerade am sanieren oder planen Sie einen Neubau? Planen Sie unbedingt jetzt die Lüftung ein, die zu Ihrem Zuhause passt. Je nach Lüftungsart erhöhen sich schlimmstenfalls Kosten und Aufwand, wenn Sie diese erst im Nachhinein integrieren.
Ein Lüftungskonzept sollte immer obligatorischer Bestandteil von Sanierungen und Bauplanungen sein.

Wie lüftet man richtig?

Fünfmaliges Stoßlüften à 5 Minuten pro Tag soll den Luftbedürfnissen Ihres Zuhauses gerecht werden. Die Heizkörper müssen dabei natürlich abgedreht werden. 
Ziemlich zeitaufwendig, oder? In der Praxis wird in den wenigsten Haushalten richtig gelüftet. Natürlich geht das auch anders.

Besser und energieschonend: Setzen Sie auf verschiedene Lüftungsmöglichkeiten, mit welchen Sie Ihre Innenräume sicher, sinnvoll und kontrolliert belüften.

Ein Lüftungskonzept ist obligatorischer Bestandteil heutiger Sanierungen und Bauplanungen. Sprechen Sie mit Ihrem Planer oder Architekten und klären Sie die verschiedenen Möglichkeiten.

Fenster kontrolliert lüften: Verschiedene Lüftungsmöglichkeiten im Überblick

Ob Sie nun einfaches Stoßlüften bevorzugen oder sich eine automatische Dauerbelüftung wünschen – mit folgender Übersicht und untenstehendem Lüftungsysteme-Vergleich finden Sie die Fensterlüftung, die zu Ihnen und Ihrem Zuhause passt: 

Das ganze Jahr richtig lüften: Fenster-Kipp-Regler für Sommer & Winter

Mit der Jahreszeit ändert sich auch der Lüftungsbedarf. Hier kommen leicht bedienbare Fenster-Kipp-Regler mit variabler Kippstellung ins Spiel. 
Um zu lüften, justieren Sie ganz einfach per Handgriff die Weite der Kippöffnung: 17 cm im Sommer, 4 cm im Winter. So können Sie auch in der kalten Jahreszeit bedenkenlos lüften, ohne Heizenergie zu verschwenden.

Die extrem schmale Kippstellung von nur 4 Zentimeter ist außerdem katzensicher. Ihr Stubentiger kann sich so nicht zwischen den Fensterflügel zwängen und einklemmen.

  • + Der Jahreszeit entsprechend richtig lüften
  • + Katzensicher

Sicher lüften mit einbruchhemmender Spaltlüftung

Einbrecher sehen gekippte Fenster als unausgesprochene Einladung. Ist Lüften also nur in Ihrer Anwesenheit möglich?
Spaltlüftungen versprechen Abhilfe. Die Vorrichtung wird in den Beschlag montiert. 

Ihr Fenster können Sie nun kippen – und mit dem Fenstergriff bis auf minimal 1 cm feststellen. Von außen ist so nicht sichtbar, dass Ihr Fenster offen steht.
Natürlich können Sie das Fenster mittels Riegel auch jederzeit auf eine normale Kippöffnung umstellen.
So haben Sie nicht nur volle Kontrolle über die Lüftung – sondern auch eine unkomplizierte Lösung für die Räume, die dauerhaft leicht belüftet werden sollen. 

Möchten Sie die einbruchhemmende Wirkung verstärken, lässt sich die Spaltlüftung auch mit höherem Einbruchschutz versehen. 

  • + Einbruchhemmend 
  • + Sicheres Lüften auch bei Abwesenheit
  • + Verstellbar auf normale Kippöffnung

Hohe und besonders geformte Fenster lüften mit der 2-Stufen-Drehöffnung

Hohe Fenster sind toll – sie sorgen für eine wunderbare Atmosphäre. Wenn da nicht das Lüften wäre. Sehr oft ist hier ein einfaches Kippen unmöglich.
Mit der 2-Stufen-Drehöffnung von Finstral können Sie dennoch lüften.

An Stelle der üblichen, vertikalen Kipp-Lüftungsöffnung, lüften Sie hier über eine horizontale Drehöffnung. Dank Feststellung kann das Fenster nicht ohne Weiteres von außen geöffnet werden.

  • + Besonders geformte oder hohe Fenster lüften können

Flügelbremse – und das Fenster bleibt offen

Sie sind am Stoßlüften, als es – schon wieder – kracht. Starke Zugluft hat Ihr Fenster zuschlagen lassen. Dabei wird die Laibung des Fensters in Mitleidenschaft gezogen und die Lüftungsaktion verliert an Effizienz.

Eine Flügelbremse verhindert, dass sich der Fensterflügel von alleine schließt. 
Die Bremse fixiert die Drehöffnung des Fensterflügels auf 90° und verhindert, dass das Fenster auch bei starker Zugluft zuschlägt.
Ergebnis: Sie können effizient lüften und Ihre Fenster bleiben unbeschadet.

  • + Verhindert lästiges Zuschlagen der Fenster
  • + Schonung der Laibung

Einbruchsicherer Lüftungsflügel – unsichtbar und unzugänglich

Sie möchten lüften – auch wenn Sie nicht zuhause sind? Das geht. Mit dem Lüftungsflügel Vent von Finstral können Sie einbruchsicher und unauffällig lüften.

Der Flügel lässt sich nach Bedarf öffnen oder schließen. Dabei wird er stets außen mit ForRes-Lamellen verdeckt und bleibt fest verschlossen, auch wenn er innen eigentlich offen ist.
Lüften Sie quer, ohne dass Laub, Katzen oder sonstige Eindringlinge in Ihr Zuhause gelangen können. 

  • + Einbruchsicheres Lüften
  • + Optisch ansprechend

Versteckter Fensterfalzlüfter für leichte Dauerlüftung

Der Fensterfalzlüfter wird im Fensterfalz montiert. So liegt er versteckt und stört den Gesamteindruck Ihres Fensters nicht.

Er sorgt bei geschlossenem Fenster für eine passive Dauerlüftung, die Ihr Zuhause konstant mit frischer Luft versorgt und Feuchtigkeit energieschonend nach außen transportiert. So brauchen Sie sich weder Sorgen bezüglich Schimmelbildung noch wegen steigender Heizkosten zu machen.

Der Fensterfalzlüfter benötigt keinen Strom – er läuft ganz mechanisch und automatisch. Sie müssen keine Wartung oder Einstellungen vornehmen und auch Ihre Stromrechnung bleibt unbehelligt.
Fensterfalzlüfter können auch ganz geschlossen werden.

  • + Funktioniert ohne Strom
  • + Nahezu unsichtbar 
  • + Energieschonend
  • + Luftabführung pro Stunde: 5 Kubikmeter

Fensterlüfter für effiziente Dauerlüftung

Fensterlüfter werden im oberen Profilbereich montiert. Dort fügt sich der Lüfter auch optisch optimal ein. 
Bei geschlossenem Fenster verspricht er eine dauerhafte und sehr effiziente Lüftung. Dabei entlässt er nur wenig Wärme nach draußen und beugt Schimmelbildung vor.
Und das ganz ohne Ihr Zutun – vollautomatisch.

Selbstverständlich können Sie den Fensterlüfter auch schließen, wenn Sie das möchten.
Um etwaige Stromkosten müssen Sie keine Gedanken machen – der Fensterlüfter funktioniert ganz ohne Strom.

  • + Hoher, effizienter Luftaustausch
  • + Funktioniert ohne Strom
  • + Stört nicht den optischen Gesamteindruck
  • + Luftabführung pro Stunde: 30 Kubikmeter

Automatische Fensterlüftung mit optionalem Wärmetauscher dank Motorlüfter

Der Motorlüfter sorgt für aktive Dauerlüftung. Dazu werden die elektrischen Lüfter oberhalb oder seitlich des Fensters angebracht. Zwei Motoren steuern Zu- und Abluft. Und das sehr komfortabel – Sie müssen weder mehrmals am Tag ans Lüften denken, noch Ihre Fenster bewachen, während Sie lüften. 

Der Motorlüfter lüftet für Sie – ganz automatisch.

Optional können Sie im Zuge dessen in einen Wärmetauscher investieren und Energie sparen! Der Tauscher entzieht der Abluft die enthaltene Wärme und heizt damit die angesaugte Frischluft auf. So kommen Sie in den Genuss von dauerhaft frischer Luft – ohne Wärme zu verlieren und Ihre Heizkosten in die Höhe zu treiben. 

Auch Rollläden oder Raffstores stellen keinen Hinderungsgrund dar. Der elektrische Motorlüfter kann einfach in diese integriert werden.

So benötigen Sie für die dezentrale Lüftung keine Lüftungsrohre. Auch aufwendige Reinigungsmaßnahmen entfallen. Den Filter können Sie jährlich selbst wechseln.

  • + Automatisch & elektrisch
  • + Energiesparend
  • + Optional mit Wärmetauscher
  • + Luftabführung pro Stunde: 45 Kubikmeter

Lüftungsmöglichkeiten im Vergleich

Manuelle Stoß- bzw. Querlüftung Kipp-Regler Spaltlüftung 2-Stufen-Drehöffnung Flügelbremse Lüftungsflügel Fensterfalzlüfter Fensterlüfter Motorlüfter Zentrale Lüftungsanlage
Kosten Keine zusätzlichen Kosten Günstig Günstig Günstig Günstig Teurer Günstig Teurer Teurer Sehr teuer
Optik Keine Änderung an der Optik Dezent sichtbar bei offenem Fenster Nahezu unsichtbar Dezent sichtbar bei offenem Fenster Dezent sichtbar bei offenem Fenster Elegant versteckt im Flügel Versteckt im Fensterfalz Unsichtbar in den Blendrahmen integriert Seitlich oder oberhalb des Fensters Eigenständiges größeres Gerät
Bedienung Manuell Manuell Manuell Manuell Manuell Manuell Automatisch Automatisch Automatisch Automatisch
Einsatz Unterstützend oder nach Bedarf Jahreszeitgemäß lüften Konstante Lüftung über festgelegte Spaltöffnung Hohe oder besonders geformte Fenster lüften können Hält Fenster offen In Abwesenheit lüften Konstante Lüftung über Öffnungsklappe im Fensterfalz Passiver Lüfter ohne Strom Automatisches Lüftungssystem Luftdichtes Gebäude bzw. Neubau
Vorteil Benötigt keine weiteren Elemente Katzen- und kindersicher Einbruchhemmendes Lüften Komfortables Lüften Schont die Fensterlaibung Einbruchsicheres Lüften Bedienerunabhängig 6x so starke Leistung wie ein Fensterfalzlüfter Kein zusätzliches Lüften notwendig Hohe Energieeinsparung
Nachteil Zeitaufwendig und nicht in Abwesenheit nutzbar Funktioniert nicht automatisch Für ausreichenden Luftaustausch muss lange gelüftet werden Funktioniert nicht automatisch Nicht in Abwesenheit nutzbar Funktioniert nicht automatisch Es muss zusätzlich gelüftet werden Es muss zusätzlich gelüftet werden Braucht Strom Exakte Planung notwendig und höherer Wartungsaufwand

Häufig gestellte Fragen

Ich habe in hochwertige Fenster investiert – warum muss ich jetzt so oft lüften?

Neue und energieeffiziente Fenster sind toll – sie sind besonders dicht. So dicht, dass Sie nun öfter bzw. auf andere Art und Weise lüften müssen, als Sie das mit Ihren alten Fenstern wahrscheinlich gemacht haben.
Konnte Luft noch über Fugen oder Ritzen Ihrer alten Fenster ausgetauscht werden, kann nun die Luft nicht mehr entkommen.
Feuchtigkeit und verbrauchte Luft müssen Sie nun über mehrmaliges Stoßlüften oder beispielsweise Fensterlüfter abführen, um Schimmel und schlimmstenfalls Schäden an Ihrer Gesundheit oder Bausubstanz zu vermeiden.

Sind spezielle Lüftungssysteme wirklich notwendig bzw. sinnvoll?

Durchschnittlich kommen in einem Zwei-Personen-Haushalt 8 Liter Feuchtigkeit pro Tag zustande, denen Ihr Zuhause “schutzlos” ausgesetzt ist.
Gerade moderne Gebäude bzw. Fenster sind mittlerweile so gut gedämmt, dass Luft nicht über evtl. Fugen o.Ä. ausgetauscht wird und diese nicht mehr für eine Art Dauerlüften sorgen. Das ist auch gut so – sparen Sie doch so bedeutend an Energiekosten.
Wichtig ist jetzt aber verstärkt zu lüften, um verbrauchte Luft und Feuchtigkeit abzuleiten.
Mit den bereits genannten Lüftungssystemen stellen Sie dies sicher, ohne die Rechnung für die Heizung in die Höhe zu treiben.

Welche Vorteile bieten die genannten Lüftungsmöglichkeiten ggü. herkömmlichem Stoßlüften?

Herkömmliches Stoßlüften sorgt für einen guten Luftaustausch – wenn er denn lange genug andauert und oft genug stattfindet. Das kann dann pro Tag schon eine halbe Stunde in Anspruch nehmen, binnen derer Sie die Fenster hüten müssen.
Lüftungsflügel, Fensterlüfter, Fensterfalzlüfter oder Motorlüfter sorgen auch bei 
Ihrer Abwesenheit für optimale Luftverhältnisse. Und Sie können Ihre Zeit für Wichtigeres nutzen.
Möchten Sie dennoch lieber stoßlüften, sorgt eine Flügelbremse dafür, dass sich Ihre Fenster nicht von alleine schließen und Sie die Lüftungsaktion von vorn starten müssen.

Was tun bei beschlagenen Fenstern?

Beschlagene Fenster treten bevorzugt bei niedrigen Außentemperaturen in Erscheinung. In der Regel ist der Unterschied zwischen Außen- und Innentemperatur schuld und nicht Ihr Fenster – es besteht also erst einmal kein Grund zur Besorgnis. Bei Kondenswasser, das innen oder im Scheibenzwischenraum auftritt, sollten Sie jedoch unbedingt lüften und bei anhaltendem Auftreten Ihre Lüftungs- und Heizgewohnheiten prüfen. Stellen Sie insbesondere in feuchtigkeitsbelasteten Räumen wie dem Bad die Heizung etwas niedriger.

Wie lüftet man das Badezimmer?

Sie kommen aus der Dusche und fühlen sich, als wären Sie in den Tropen gelandet. Doch wie nun richtig das Bad lüften? 
Denken Sie zunächst daran, die Heizkörper abzudrehen. Öffnen Sie Ihr Fenster sperrangelweit, anstatt es nur auf Kipp zu stellen. Lassen Sie das Fenster für mindestens 5 Minuten offen stehen.
Beachten Sie: Versuchen Sie nicht, die Feuchtigkeit aus dem Badezimmer über “internes” Lüften mittels Zimmertür zu entfernen. Die Feuchtigkeit verteilt sich so über die Innenräume und kann an schlecht belüfteten Orten schlimmstenfalls zu Schimmel führen.
Lüften Sie außerdem nicht nur, wenn sich viel Feuchtigkeit im Raum gesammelt hat, sondern mehrmals am Tag.

Können die Lüftungssysteme fürs Fenster nachgerüstet werden?

Selbstverständlich können Lüftungssysteme für Ihre Fenster nachgerüstet werden. 
Fensterlüfter & Co. werden ganz einfach entweder über, unter oder seitlich an Ihrem Fenster befestigt.

Über Andrea Schütz
Andrea ist zuständig für die Beratung im Finstral Studio Friedberg und kennt alle typischen Fragen und Herausforderungen von Interessenten vor dem Fensterkauf. Neben dem persönlichen Kundenkontakt faszinieren sie auch neue Trends und Ideen, um die vielen Aspekte der Fensterwelt digital zu vermitteln.
Andrea Schütz