Fenster-Lexikon

A
Abstandhalter
Der Abstandhalter verbindet, je nach Aufbau der Verglasung, zwei oder drei Einzelscheiben zu einer Isolierglaseinheit. Er hat die Aufgabe, den Scheibenzwischenraum nach außen abzudichten. Wärmeoptimierte Abstandhalter verbessern die Wärmedämmeigenschaften des Fensters.
Argon
Mit dem Edelgas Argon wird der Scheibenzwischenraum von Verglasungen gefüllt, um die Wärmedämmeigenschaften von Fenstern und Türen zu verbessern. Argongas wirkt isolierend, da es Wärme nicht so gut leitet wie Luft.
Aufmaß
Das Ausmessen der Fenster- und Türöffnungen im Rohbau bezeichnet man als Aufmaß. Die ermittelten Maße werden zur Planung, Angebotserstellung und Fertigung benötigt.
B
Bauanschluss
Unter Bauanschluss versteht man die baukonstruktive und montagetechnische Verbindung eines Fensters oder einer Tür mit der umgebenden Wand und dem Fußboden.
Bautiefe
Die Bautiefe gibt die Stärke des Fensterprofils in Millimetern an. Sie ist vom verwendeten Kammersystem und der Verglasung abhängig. Mehrkammer-Systeme benötigen mehr Platz, genauso wie eine Dreifachverglasung eine größere Bautiefe erfordert, als eine Doppelverglasung. Beim Austausch alter Fenster gegen moderne Fenster ist daher meist eine größere Bautiefe erforderlich.
Beschlag
Zum Beschlag gehören alle metallischen und nichtmetallischen Teile, die das Öffnen und Schließen von Fenstern und Türen ermöglichen. Dazu gehören z. B. Bänder, Schlösser, Verriegelungen, Schließbleche und Getriebe.
Beschlagsvarianten
Fenster und Türen können je nach Nutzungswunsch mit unterschiedlichen Öffnungsausführungen ausgestattet werden.
Blendrahmen
Der Blendrahmen ist der äußere Rahmen eines Fensterelements. Er ist mit der Außenwand fest verbunden. In diesem Rahmen befindet sich der öffenbare Flügelrahmen.
Bänder
Bänder sind die beweglichen Metallteile, durch die Fenster und Türen mit dem Rahmen verbunden sind und die eine Drehbewegung der Fenster oder Tür ermöglichen. Wenn die Bänder verdeckt liegen, sind sie bei geschlossenen Fenstern nicht sichtbar und verbessern dadurch die Optik des Fensterelementes.
C
CEKAL-Gütezeichen
Die CEKAL-Zertifizierung für Isolierglas definiert und sichert die Produktqualität und deren nachweisbare Qualitätskontrolle.
D
Drehkippbeschlag
Der Drehkippbeschlag bezeichnet eine Kombination aus Dreh- und Kippbeschlag. Der Fensterflügel kann sowohl gedreht als auch in Kippstellung gebracht werden.
Drehkippöffnung
Die Drehkippöffnung eines Fensters oder einer Fenstertür bezeichnet die Kombination aus Dreh- und Kippöffnung. Der Fenster- oder Türflügel kann sowohl in Drehstellung als auch in Kippstellung gebracht werden.
dB
dB ist die Abkürzung für Dezibel, eine Einheit der Lautstärke. Mit diesem Wert wird der Schalldämmwert eines Fensters angegeben. Je höher der dB-Wert, um so besser ist die Schalldämmung des Fensters. Zu beachten ist hier, dass der Dezibel-Wert in einer logarithmischen Skala angegeben wird. Eine Veränderung von 10 dB bedeutet eine Halbierung bzw. Verdoppelung der Schalldämmung. Zum Beispiel hat ein Fenster mit 42 dB die doppelt so hohe Schalldämmung wie ein Fenster mit 32 dB.
E
ESG
ESG – Einscheibensicherheitsglas – ist ein thermisch vorgespanntes Glas, das mechanisch und thermisch stärker als normales Glas belastet werden darf. Es wird als Sicherheitsglas bezeichnet, weil bei einem Bruch der Scheibe keine scharfkantigen Splitter entstehen, sondern kleine und stumpfkantige Glaskrümel, die die Verletzungsgefahr erheblich mindern. Die Finstral Bezeichnung für ESG ist Bodysafe.
Eloxal-Optik
Das Eloxal-Verfahren ist eine spezielle Oberflächenbehandlung, bei der eine oxidische Farb- und Schutzschicht auf Aluminium aufgebracht wird. Diese Schicht macht die Aluminiumoberfläche besonders resistent und korrosionsbeständig.
Extrusion
Verfahren zur Herstellung von Kunststoffprofilen aus Thermoplasten. Im Extruder werden Granulate stufenweise erhitzt und durch eine formgebende Düse gedrückt. Im weiteren Verlauf kühlt das Profil ab und ist schneid- und lagerfähig.
F
FALZ
Der Fensterfalz gehört zu den grundlegenden Entwicklungen im Bereich der Verbindungselemente im Fenster. Dort, wo sich Blendrahmen und Fensterflügel berühren, sorgt der Fensterfalz für eine perfekte Abdichtung gegen Zugluft.
Fensterrahmen
Der Fensterrahmen ist der äußere Rahmen eines Fensterelements. Er ist mit der Außenwand fest verbunden. In diesem Rahmen befindet sich der öffenbare Flügelrahmen.
Flügel
Beweglicher, zu öffnender Teil eines Fensters, der aus dem Flügelrahmen und der Verglasung besteht.
Flügelheber
Der Flügelheber ist ein spezielles Beschlagsteil, das am Fensterflügel an der Griffseite unten angebracht ist. Er hebt den eventuell abgesenkten Flügel beim Schließen automatisch etwas an und ermöglicht somit eine dauerhafte leichte Bedienung des Fensters.
Flügelkontur
Hiermit ist die Ausbildung des Flügelrahmens gemeint. Die Flügelkontur prägt den ästhetischen Gesamteindruck eines Fensters. Der Trend geht immer mehr hin zu schlanken, zurückhaltenden Konturen, die den Fensterrahmen fast verschwinden lassen.
Flügelrahmen
Fenster bestehen aus einem Blendrahmen und einem Flügelrahmen. Der Flügelrahmen ist der bewegliche Teil des Fensters, der durch Drehen, Kippen, Schieben oder Falten geöffnet werden kann.
Flügelvariante
Der zu öffnende Teil eines Fensters – der Flügel – ist in mehreren Design-Ausführungen erhältlich. So ist das Fenster bestens an bauliche Gegebenheiten und individuelle Wünsche anpassbar.
G
Genutet
Aus optischen Gründen mit vertikal, horizontal oder quer verlaufenden Rillen versehene Füllung einer Haustür oder Fenstertür.
g-Wert
Der Energiedurchlassgrad misst in Prozent, wie viel von der außenseitig auf das Glas auftreffenden Energie durch das Glas nach innen gelangt. Je höher dieser Wert, desto mehr Sonneneinstrahlung wird über die Verglasung als Wärme nach innen abgegeben. Ein hoher g-Wert signalisiert einen hohen Wärmegewinn – und damit gleichzeitig einen relativ geringen sommerlichen Schutz vor Überhitzung.
I
ift Rosenheim
Das ift Rosenheim ist international als führende Prüf-, Forschungs- und Zertifizierungsstelle von Fenstern und Fassaden anerkannt. Das Ziel ist die nachhaltige Verbesserung von Produktqualität, Technik und Gebrauchstauglichkeit. Darüber hinaus ist das ift auch in Normung, Aus- und Weiterbildung, Gutachten und der Entwicklung neuer Prüfverfahren und Messtechnik tätig. Das ift gilt als neutrale und herstellerunabhängige Institution.
J
Jalousette
Unter Jalousette versteht man eine am bzw. im Fenster angebrachte Sicht- und Sonnenschutzvorrichtung. Sie besteht aus waagrecht angeordneten Lamellen, die den Lichteinfall und die Lichtstreuung variabel regulieren. Die Lamellen können gebündelt zu einem Paket nach oben gefahren bzw. heruntergelassen werden. Jalousetten werden bei Verbundfenstern zwischen den Scheiben montiert.
K
KAB
Mit dem Zusatz KAB kennzeichnen wir all unsere Fenster und Türen aus Kunststoff, die an der Außenseite mit einer Aluminiumblende verkleidet sind. Die Aluminiumschale verleiht dem Fensterelement eine Reihe positiver Eigenschaften, wie sehr hohe Beständigkeit, große Farbauswahl, Pflegeleichtigkeit.
L
LT-Wert
Der Lichttransmissionsgrad (LT-Wert) gibt an, welcher Anteil an Tageslicht durch das Glas in den Raum gelangt. Der LT-Wert wird als Prozentsatz ausgedrückt und ist eine Kennzahl für die Helligkeit des Glases. Je höher der LT-Wert, desto heller sind die Räume.
M
Mitteldichtung
Bei einem Fenster mit Mitteldichtung liegt die Dichtung verdeckt im Mittelfalz (im mittleren Bereich des Fensterrahmens) und ist somit vor Wind und Wetter geschützt. Sie sorgt für die Luft- und Wasserdichtheit des Fensters.
Montagezarge
Die Montagezarge oder auch der „Blindstock“ ist ein Kunststoffrahmen, welcher im Rohbau in die Fensterlaibung befestigt wird. Dadurch können alle anderen Gewerke ihre Arbeiten abschließen. Am Ende wird das Fenster oder die Tür in die Montagezarge eingebaut. Diese Montageart bietet den Vorteil, dass die Fenster und Türen während der Bauphase nicht beschädigt werden, die Fensterrahmen nicht eingeputzt werden müssen und somit im Sanierungsfall einfach auszutauschen sind. Auch „Blindstock“ genannt.
P
Pilzbolzen
Der Pilzbolzen ist ein drehbares Verschlussstück, das Fenster und Türen sicher verriegelt. Dank seiner Pilzform verkrallt sich der Kopf des Pilzbolzens fest im Schließteil.
R
RC 2
Fenster, die mit der Bezeichnung RC2 ausgewiesen sind, zeichnen sich durch erhöhte Sicherheit gegenüber Einbrüchen aus. Die einbruchhemmenden Bauteile verhindern das Aufbrechen mit einfachen Hebelwerkzeugen wie Schraubendreher, Zange oder Keilen über eine Dauer von mindestens drei Minuten. (siehe auch „Resistance Class“)
Resistance Class
In der DIN EN 1627 „Türen, Fenster, Vorhangfassaden, Gitterelemente und Abschlüsse – Einbruchhemmung – Anforderungen und Klassifizierung“ sind u. a. die Widerstandsklassen aufgeführt, die für einbruchhemmende Bauteile gelten. Nach dem englischen Begriff Resistance Class wird nun zwischen RC 1 N, RC 2 N sowie RC 2 bis RC 6 differenziert. Je höher die Widerstandsklasse ist, desto sicherer wird ein möglicher Einbruch verhindert. Das N in den ersten beiden Kategorien verweist auf die Möglichkeit der nationalen Regelung bestimmter Inhalte. Die Polizei empfiehlt generell Produkte nach der DIN EN 1627 ab Widerstandsklasse RC 2 N. (siehe auch „RC 2“)
Rollenbolzen
Der Rollenbolzen ist ein drehbares Verschlussstück, das den Flügel an den Blendrahmen drückt und das Fenster luftdicht macht. Da sich der Bolzen beim Einfahren in das Verschlussteil um die eigene Achse drehen kann, lässt sich das Fenster dauerhaft leichter verschließen.
Rw-Wert (w=window)
Die Schalldämmeigenschaften eines Fensters werden durch das bewertete Schalldämmmaß Rw ausgedrückt. Der Rw-Wert gibt an, wie stark der Schalldurchgang durch das Fenster gemindert wird. Je größer dieser Wert ist, desto größer ist die Schallminderung und desto weniger Schall gelangt in den Raum. Der Rw-Wert wird in dB (Dezibel) angegeben.
S
Sprossenfenster
Sprossen geben Fenstern Struktur und Rhythmus und verleihen einen klassischen Altbau-Look. Im 19. Jahrhundert dienten Sprossenfenster dazu, großflächige Verglasungen aufzuteilen, da Glasflächen nicht in jeder Größe vorhanden waren.
U
Uf-Wert (f=frame)
Wärmedämmwert des Fensterrahmens. Je kleiner der Uf-Wert, desto besser die Wärmedämmeigenschaften des Rahmens. Die Einheit ist [W/m²K]
Ug-Wert (g=glass)
Der Wärmedurchgangskoeffizient gibt den Energieverlust in Watt pro Quadratmeter Glasfläche bei einem Temperaturunterschied von 1 K zwischen innen und außen an. Je kleiner der Ug-Wert, desto besser die Wärmedämmeigenschaften des Glases. Die Einheit ist [W/m²K].
Uw-Wert (w=window)
Wärmedurchgangskoeffizient des Fensterelementes. Der Wert gibt die Wärmemenge an, die innerhalb einer Stunde durch einen Quadratmeter eines Bauteils bei einem Temperaturunterschied von einem Kelvin (entspricht 1°C) übertragen wird. Je niedriger der Wärmedurchgangskoeffizient, desto weniger Wärme geht durch das Fenster verloren und desto besser ist seine Wärmedämmeigenschaft. Die Einheit ist [W/m²K].
V
VSG (Verbundsicherheitsglas)
Als VSG (Verbundsicherheitsglas) bezeichnet man Zwei-Glasscheiben, die durch eine hochreißfeste Folie miteinander verbunden sind. Durch ihre haftende Wirkung verhindert die Folie bei Glasbruch das Zersplittern der einzelnen Scheiben.
Verbundfenster
Das Verbundfenster besteht aus zwei einzelnen Fensterflügeln – einem Innen- und einem Außenflügel –, die mechanisch miteinander verbunden sind. Die zwei Fensterflügel können zum Reinigen geöffnet werden. Die Wärme- und Schalldämmung sind sehr gut. Zusätzlich kann zwischen den Flügeln eine wettergeschützte Jalousette oder ein Plissee eingesetzt werden.
Verbundflügel
Das Verbundfenster besteht aus zwei einzelnen Fensterflügeln – einem Innen- und einem Außenflügel –, die mechanisch miteinander verbunden sind. Die zwei Fensterflügel können zum Reinigen geöffnet werden. Die Wärme- und Schalldämmung sind sehr gut. Zusätzlich kann zwischen den Flügeln eine wettergeschützte Jalousette oder ein Plissee eingesetzt werden.
Vier-Punkt-Sicherheitsverschluss
Bei Finstral sind immer vier Sicherheitsverschlusspunkte aus massivem gehärtetem Stahl inklusive Korrosionsschutz mit Rollenpilzkopfbolzen Standard. Das ist das Minimum, womit Sie Ihre Fenster ausstatten sollten. Bei leicht zugänglichen Fenstern und Türen sollten Sie zusätzliche Sicherheitsoptionen, wie eine umlaufende Sicherheitsverriegelung, wählen.
W
Wetterschenkel
Ein Wetterschenkel verhindert bei Fenstern und Türen im unteren Rahmenbereich das Eindringen von Regenwasser. Der Wetterschenkel besteht meist aus einem leicht abgeschrägtem Blechteil, an dem das Niederschlagswasser abfließen kann.